Was versteht man unter Auflösung eines Fotos?

  • Lesezeit: 4 Min.

In diesem Beitrag erklären wir dir die Fachbegriffe. Welchen Unterschied gibt es zwischen dpi und ppi? Was ist ein Megapixel? In welcher maximalen Größe kannst du dein Bild verwenden? Warum solltest du die Auflösung eine Fotos nicht einfach erhöhen?
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Was ist der Unterschied zwischen dpi und ppi?

PPI steht für die Auflösung eines Fotos. Ein Foto wird auch als Pixelbild bezeichnet. Es setzt sich aus einem Raster von kleinen Quadraten, den Pixeln, zusammen. Jedem dieser Pixel ist ein Farbwert zugewiesen.
Je höher die Anzahl dieser Bild-Quadrate, desto höher die Auflösung. Zoomst du ganz tief in dein Digitalfoto hinein, dann siehst du irgendwann nur noch diese Quadrate.

Beispiel: Im Webdesign werden Bilder meist mit einer Auflösung von 72 ppi benutzt. Das bedeutet, auf einer Länge von einem Inch befinden sich 72 Pixel. Ein Inch entspricht einem Zoll beziehungsweise 2,54 Zentimeter.
Druckereien geben als Anforderung für Druckdaten sehr oft den Wert 300 ppi an. Dann werden auf ein Zoll 300 Pixel benötigt.

Aber was ist denn dann DPI? Diese Angabe bezieht sich auf die Qualität der Ausgabe einer Druckmaschine. Sehr gut kannst du dir das an einer Zeitschrift anschauen. Diese werden fast ausschließlich im klassischen Offset-Druck gefertigt. Nimm eine Lupe und schau dir ein gedrucktes Farb-Bild an. Es besteht aus vielen kleinen Punkten, die teilweise oder ganz übereinander liegen. Die Anzahl dieser Punkte steht für die Maßeinheit dpi. Je mehr Punkte gedruckt werden, desto besser ist die Darstellung.

dpi – dots per inch (Punkte pro Zoll) – Maßeinheit für Druckraster
ppi – pixels per inch (Pixel pro Zoll) – Maßeinheit für die Bild-Auflösung eines Pixelbildes / Fotos

Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht: „Warum steht in der Datei-Anforderung 300 dpi? Müsste es nicht 300 ppi heißen?“ Richtig!
Die Verwendung der beiden Einheiten hat in den letzten Jahrzehnten ein gewisses Eigenleben entwickelt. In der Praxis wird fast ausschließlich die Einheit dpi verwendet. Und ppi und dpi werden als identische Angaben behandelt. Selbst große Software-Hersteller unterscheiden nicht mehr.


Was ist ein Megapixel?

Ein Megapixel entspricht einer Million Pixel. Also genau genommen einem Quadrat von 1024 zu 1024 Pixeln. Nun macht ein Fotoapparat oder dein Handy selten quadratische Bilder. Die gängigsten Seiten-Verhältnisse sind 3:2, 4:3 oder 16:9.


Wie berechnet man Pixelzahl, Seitenverhältnis & Auflösung eines Fotos?

Nun weißt du wie viele Megapixel deine Kamera hat, aber wie groß kannst du nun dein Foto für ein bestimmtes Druckerzeugnis verwenden?

Nehmen wir uns ein Beispiel:
Eine Digicam mit 10 Megapixel erzeugt ein Foto in den Abmessungen 3648 x 2736 Pixeln, wenn man das Verhältnis 4:3 an der Kamera einstellt

Wir rechnen die 3648 Pixel der ersten Seite durch die benötigte Auflösung.
Nehmen wir an, dein Druckdienstleister benötigt eine Datei mit300 dpi. Damit erzielt er ein qualitativ gutes Druckergebnis.
3648 : 300 = 12,16
Diesen Wert multiplizieren wir nun mit einem Inch.
12,16 x 2,54 cm = 30,66 cm

Das Gleiche machen wir auch mit der zweiten Seite.
2736 : 300 = 9,12
9,12 x 2,54 cm = 23,16 cm

Du kannst dein Foto mit einer Auflösung von 300 dpi in einer maximalen Größe von 30,66 x 23,16 cm verwenden.

Zugegeben, das ist ganz schön umständlich. Deshalb möchten wir dir das Leben gerne leichter machen. Teste doch gleich einmal unseren Megapixel ppi Rechner.

Dots per Inch Rechner (dpi-Rechner)

Füttere unseren Dots per Inch Rechner (oder PPI-Rechner) mit den folgenden Angaben:

  • Megapixel: Über wieviel Megapixel verfügt deine Kamera?
  • Format: Eingestelltes Seitenverhältnis an der Kamera, beispielsweise 4:3, 3:2 oder 16:9
  • PPI (oder auch dpi): Gewünschte Auflösung deines Druckdienstleisters. Die Angabe findet du auf Seite 1 der Layoutvorlage.

Und schon erhältst du die Angaben zu den Pixel-Abmessungen deines Bildes und der maximal verwendbaren Größe. Das ging doch fix. Ohne lange Rechenwege bekommst du das Ergebnis serviert.

Beachte bitte, das sich die Angaben immer auf das komplette Foto beziehen. Verwendest du nur einen Ausschnitt, musst du das natürlich berücksichtigen.

Besitzt du ein Grafikprogramm, wie zum Beispiel Photoshop, kannst du die Umrechnung zwischen Pixelzahl und Auflösung auch an dieser Stelle probieren.

Übrigens, auf den Layoutvorlagen unserer Druckerei findest du die spezifischen Angaben zu Auflösung und Mindest-Strichstärken für dein gewähltes Produkt. Kein lästiges Suchen, welche Auflösung für welches Produkt benötigt wird. Du hast alle Angaben auf einen Blick verfügbar und kannst sofort los legen mit deinem Design.

Was sagt die Auflösung über das Druckergebnis aus?

Wenn nicht genügend Pixel vorhanden sind, sinkt die Qualität des gedruckten Erzeugnisses. Je geringer die Auflösung, desto mehr wird zum Beispiel der typische Treppeneffekt bei Schriften oder Kanten sichtbar.
Vermeide das Foto hoch zu rechnen. Der Fachbegriff dafür lautet Interpolation. Dabei werden zusätzliche Pixel erzeugt. Das Grafikprogramm errechnet an Hand der angrenzenden Pixel die Werte für das zusätzliche Pixel. Je nach der Anzahl der neuen Pixel, wird das Ergebnis mehr oder weniger unscharf. Bildbearbeitungsprofis können über Einsatz von Filtern das Ergebnis optimieren. Eine Möglichkeit ist der Scharfzeichnungsfilter „Unscharf maskieren“.
Die beste Lösung ist aber immer ein gutes Foto mit ausreichender Auflösung. Es ist die Grundlage für ein optimales Druckergebnis.

Welche Erfahrungen hast Du mit der Interpolation von Bildern gemacht? Kennst Du Tricks, mit denen man noch bessere Ergebnisse erzielen kann. Oder ist es für Dich ein absolutes No-Go? Schreib uns einfach in die Kommentare!

Teste dein perfektes Bild doch mit einem Fotoprodukt unserer Online Druckerei. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Acrylglas-Poster?

Wichtige Informationen für das Erstellen deiner Druckdaten findest du in unserem Leitfaden zur Datenprüfung. Kennst du außerdem unseren Beitrag CMYK & RGB – mit einfachen Beispielen erklärt schon?

Es wird keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben übernommen. Die Ergebnisse der Rechnungen können zwischen den Herstellern geringfügig abweichen.

Über Maike
Durch ihre langjährige Erfahrung als Gruppenleiterin im Bereich Grafik kennt Maike sich bestens mit den Themen Datenprüfung, Druckdaten, Vektor- und Bildbearbeitung aus. Mittlerweile bloggt sie mit großer Leidenschaft und textet außerdem für unseren Onlineshop Vispronet®.
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