Mediengestalter
Mediengestalter

Druckdaten erstellen – Ein Leitfaden für die erfolgreiche Datenprüfung

  • Lesezeit: 7 Min.

Du möchtest im Handumdrehen die Bestellung deines Wunschproduktes erledigen? In diesem Blog-Beitrag erhältst du alle Informationen, damit du deine Druckdaten schnell und richtig erstellen kannst.


Die Layoutvorlage

Für jeden Artikel stellen wir dir eine Layoutvorlage mit allen spezifischen Informationen zur Verfügung. Dieses Gestaltungsschema macht dir die Arbeit kinderleicht. Du musst lediglich deine kreativen Ideen platzieren. Alle benötigten Zugaben zum Erstellen deiner Druckdaten sind in den Angaben bereits enthalten.

Konfiguriere zuerst dein Wunschprodukt in unserem Shop www.vispronet.de. Lade die Layoutvorlage auf deinen PC. Der Link befindet sich links unterhalb des Produktfotos.

Layoutvorlage im Shop finden
Layoutvorlage Shop

Auf Seite 1 der Vorlage findest du alle wichtigen Angaben zu deinem gewählten Produkt.

Druckdaten, Beispiel Vorlage

Maßstab:

Druckdaten, Maßstab Vorlage

Der Maßstab der Vorlage ist abhängig von der Größe des Produkts.
Für kleine Artikel ist der Maßstab 1:1, für größere Produkte 1:10. Nutze Seite 2 der Layoutvorlage, der richtige Maßstab ist bereits angelegt und darf nicht geändert werden.
Die exakte Größe deiner Datei ist die Grundlage für eine erfolgreiche Prüfung deiner Druckdaten.

Oft gefragt: Warum sind nicht alle Layoutvorlagen im Maßstab 1:1 angelegt?
Antwort: Vispronet bietet ein sehr breit gefächertes Angebot, von kleinen Aufklebern bis zu riesigen XXL Bannern. Die Arbeitsfläche von Grafikprogrammen ist aber begrenzt. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, alle Teile eines Produktes auf einer Seite darzustellen. Damit wollen wir es unseren Kunden so leicht wie möglich machen. Bei größeren Produkten ist aber die Anordnung mehrerer Teile auf einer Seite nicht mehr darstellbar auf Grund der begrenzten Arbeitsfläche. Jede Layoutvorlage wird individuell für das Produkt erstellt und auf Seite 1 erhälst du die Information zum Maßstab.

Farben:

Lege Pixeldaten immer im CMYK an. Sonderfarben sind aus diesen Farbsystemen möglich:

  • Pantone C / U
  • HKS N / K
  • RAL K
Druckdaten, Auswahlfeld für Sonderfarben

Achte darauf, dass du die Farben mit dem exakten Namen bezeichnest. Du findest die genaue Benennung in der Shop-Konfiguration im Reiter „Druck“ und dem Button „Farbanzahl“. An dieser Stelle hast du die Möglichkeit das gewünschte Farbsystem anzuwählen und siehst in der dazugehörigen Liste den Namen. Solltest du eine Farbe in dieser Liste nicht finden, dann wende dich bitte an unser Serviceteam. Die Farbsysteme werden kontinuierlich erweitert.

Im Druckverfahren Siebdruck darfst du nur die Farben in deiner Gestaltung verwenden, die in deinem Auftrag festgelegt sind. Für jede dieser definierten Farben wird im Produktionsprozess ein separates Druck-Sieb hergestellt.
Im Druckverfahren Digitaldruck ist eine unbegrenzte Anzahl von Sonderfarben möglich. Die Angabe zusätzlicher Farben sichert Dir eine hohe Farbgenauigkeit. Wir empfehlen dir die Verwendung bei Firmenfarben. So kannst du sicher sein, dass dein Corporate Design auf alle Materialien passt.
Für ein besonders kräftiges Digitaldruck-Schwarz legst du eine Sonderfarbe mit der Bezeichnung Schwarz an.
Achtung! Einzige Ausnahme ist hier das Material Baumwolle. Auf Grund der Materialeigenschaften empfehlen wir dir für größere Druckflächen helle Farbtöne.

In unserem Blog-Beitrag zum Thema „Colormanagement“ erfahrt ihr, wie eure Farben von der Idee bis zum fertigen Druckerzeugnis umgesetzt werden.

Datenformat:

Diese Angabe beinhaltet bereits alle notwendigen Beschnitt- und Konfektionszugaben. Das Datenformat entspricht der Größe der Arbeitsfläche in deinem Grafikprogramm. Verändere die Werte keinesfalls.

Auflösung:

Ein gutes Druckergebnis hängt von einer ausreichenden Bildauflösung ab. Verwende nur Bilder entsprechend der Vorgabe. Prüfe auch die Rasterdokument-Einstellungen in deinem Dokument. Diese wirken sich auf Schatten und verschiedene Effekte aus. Bilder und Rasterdokument-Einstellungen mit geringerer Auflösung erzeugen einen Mangel in der Prüfung deiner Daten. Der Druck ist zwar möglich, aber du wirst kein optimales Ergebnis erhalten.

Druckdaten, Illustrator Rastereffekt-Einstellung

Adobe Illustrator:
Das Einstellungsfeld „Dokument-Rastereffekt“ findest du im Menü „Effekte“.

Kennst du schon unseren Blog-Beitrag zum Thema Bildauflösung?

Mindest-Strichstärke:

Die Angabe für Strichstärken bezieht sich immer auf die Originalgröße des Produkts. Wenn die Vorlage im Maßstab 1:10 vorliegt, musst du den angegebenen Wert für die Strichstärke durch 10 teilen. Vor allem bei sehr kleinen Schriften solltest du deine Gestaltung unbedingt kontrollieren. Es wäre sehr ärgerlich, wenn Informationen verloren gehen, da sie nicht mehr lesbar sind.

Schriften:

Bette die Schrift in dein Dokument ein oder wandel sie in Kurven um.
Kennst du schon unser Tutorial zum Thema „Schrift umwandeln in Pfade“?

Vorlagen-Linien:

Diese Kontrollpfade und Zeichen in der Layoutvorlage dienen zur Orientierung bei der Erstellung deiner Druckdaten.
Grüne Linie: Hier wird die effektiv sichtbare Fläche von deinem Druckerzeugnis gekennzeichnet.
Rote Linie: Dieser Bereich wird für die Konfektion oder den sauberen Zuschnitt benötigt. Er sollte immer mit gestaltet werden, damit keine weißen Ränder entstehen. Natürlich nur, wenn der Hintergrund nicht weiß bleibt.
Blaue Linie: Dieser Raum ist quasi eine Sicherheitszone für wichtige Elemente wie Logos oder Schriften. Damit gehst du sicher, dass keine Nähte, Ösen oder ähnliches das Aussehen stören.
Schwarze Linien: Diese werden für verschiedene Elemente verwendet. Sie zeigen dir, wo sich Kanten, Teilungsnähte, Reißverschlüsse oder andere Details befinden. Die Legende liefert dir die spezielle Erklärung.
Graue Kreise: Diese Zeichen werden für Ösen oder Bohrungen verwendet. Sie zeigen den genauen Stand dieser Elemente, damit du dies bei deinen Druckdaten berücksichtigen kannst.

Produkte mit mehreren Seiten:

Du kannst alle bedruckbaren Seitenflächen individuell designen. Gestaltetest du einzelne Seiten nicht, bleiben sie weiß.

Skizzen:

Druckdaten, Beispiel Skizze

Für spezielle Produkte enthält Seite 1 der Vorlage eine Skizze. Sie sollen dir vor allem bei Produkten mit mehreren Seiten oder Druckteilen die Anordnung veranschaulichen. Beachte die Beschriftung und Anordnung der Seiten.

Die Gestaltung deiner Daten

Öffne immer nur Seite 2 der Vorlage in deinem Grafikprogramm. Zur Sicherheit kannst du die Ebene sperren. Erstelle eine neue Ebene für deine kreativen Ideen. Also ran an die Arbeit!


In unserem Beitrag Was ist der Unterschied zwischen Vektorgrafik und Pixelbild? erklären wir dir die Merkmale, sowie Vor-und Nachteile von Vektor- und Pixeldaten. Welches Format ist für welchen Einsatz empfehlenswert. Damit wird dein Druckprojekt ein voller Erfolg.


Bist du zufrieden mit deinem Entwurf? Vor dem endgültigen Speichern entferne unbedingt die Layoutvorlage. Auf keinen Fall darfst du die Vorlagen-Linien in CMYK umwandeln, dann werden sie von der automatischen Datenprüfung nicht mehr erkannt. Im schlimmsten Fall landen sie auf deinem Druckerzeugnis. Das wäre natürlich sehr ärgerlich.

Deine Daten für den Druck speichern

Die letzte Hürde beim erstellen der Druckdaten ist das Speichern. Drei Formate stehen dir zur Auswahl: PDF, Tiff und jpeg.

Speicherdialog TIFF

Tiff: Speichere die Daten unkomprimiert oder mit LZW. Befinden sich Sonderfarbkanäle in deinem Bild, achte auf den Haken im Speicherdialog.

Speichern JPEG

Jpeg: Dieses Format beinhaltet immer eine Verlustkomprimierung. Wähle in den Speicher-Optionen immer die beste Qualität aus. Bei zu hoher Komprimierung entstehen Artefakte. Das sind Bildstörungen, die im Druck später sichtbar sind.
Auf der linken Seite wurde die Datei zu stark komprimiert, an den Kanten sind die Artefakte zu sehen.
Die Datei auf der rechten Seite wurde mit der besten Qualität gespeichert.

PDF: Für die Erstellung deiner Druck-PDF nutzt du am besten unsere Job-Options. Sie garantieren dir die richtigen Exporteinstellungen. Schon ein oder zwei falsch gesetzte Haken können Fehler in der Datenprüfung bzw. im Druck nach sich ziehen. Und das wäre doch sehr ärgerlich.

Die PDF-Joboptions funktionieren nur in Verbindung mit Adobe-Produkten und werden über den Speicher- oder Export-Dialog verwendet. Sie sind nicht für den Adobe Distiller geeignet.
Verwendest Du ein anderes Grafikprogramm, beachte bitte die wichtigsten Einstellungen für die Erstellung eines druckfähigen PDFs.

Layoutvorlage PDF Einstellung

Du bist dir nicht sicher und möchtest uns lieber Daten aus deinem Grafikprogramm schicken? Auch das ist für viele Programme möglich. Im Rahmen einer Profidatenprüfung übernehmen wir die Umwandlung deiner Daten. Wir akzeptieren folgende Formate: *.AI, *.INDD, *.BMP, *.CDR, *.FH, *.PSD, *.EPS.

Die Druckdaten Prüfung

Du hast es geschafft, nun rasch zum Upload. In deinem Account siehst du, ob die Datei die automatische Prüfung durch laufen hat.

Vispronet Account

Du wirst in jedem Fall über das Ergebnis benachrichtigt.
Das Fehler- oder Mangelprotokoll zeigt dir, welche Kriterien noch nicht in Ordnung sind. Du kannst die Datei ändern, erneut hochladen und prüfen lassen.
Die Datenprüfung erfolgt automatisiert, bitte schau dir unbedingt die Prüfkriterien an.

Zusätzlich hast du die Möglichkeit eine Profidaten-Prüfung zu buchen. Dann wird sich ein Grafiker aus unserem Team deine Druckdaten noch genauer ansehen und ggf. kleine Anpassungen vornehmen (im Zeitrahmen von 15 Minuten)
Bei höherem Aufwand kannst du zusätzliche Grafikeinheiten buchen.

Werden Fehler auf dem Protokoll angezeigt, können deine Daten in dieser Form nicht gedruckt werden. Du musst eine geänderte Datei hochladen oder du vertraust deine Datei unseren Grafikern an. Sie werden jede Möglichkeit nutzen, um dir ein gutes Druckergebnis zu  ermöglichen. Wird für deine Datei ein Mangel angegeben, dann hast du die Möglichkeit trotzdem den Druckauftrag frei zu geben. Du bestätigst damit, dass die Daten nicht einwandfrei sind. Für diesen Fall ist eine spätere Reklamation jedoch ausgeschlossen.

Auch das solltest du beachten…

Transparenzen: Verwende bitte keine Transparenzen in deiner Druckdatei. Oft kommt es im Druck zu unerwünschten Ergebnissen, weil nicht jede Druckmaschine mit diesem grafischen Element klar kommt. Wenn du in deinem Design Transparenzen unbedingt benötigst, dann rastere diese Bereiche bitte.

Überdrucken und Unterfüllen: Bei diesen beiden Optionen werden Flächen oder Linien so angelegt, das sie übereinander liegen und die Farben aus diesen Bereichen übereinander gedruckt werden. Es ist ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen und wurde dazu verwendet, Unterbrechungen zwischen den Grafikelementen zu vermeiden, viele kennen es wohl unter dem Begriff „Blitzer“. Dank moderner Druckmaschinen benötigen wir diese Einstellungen nicht.

Checkliste zum Erstellen von Druckdaten

Hast du an alles gedacht?
Hier noch eine übersichtliche Checkliste für dich:

  • Entspricht die Arbeitsfläche dem angegebenen Datenformat?
  • Ist die Auflösung der Bilder ausreichend? Ist deine Datei im CMYK angelegt?
  • Du hast Strichstärken von kleinen Elementen und Schriften geprüft?
  • Sind alle Schriften in Kurven umgewandelt oder in das PDF eingebettet?
  • Hast du alle Sonderfarben richtig benannt? (Die Linien in der Vorlage haben einen eigenen Farbnamen, diese Farben darfst du nicht in der Gestaltung verwenden.)
  • Du hast die Vorlage gelöscht?
  • Transparenzen und Überdrucken / Unterfüllen wurden entfernt?
  • Mit den richtigen Job-Options als PDF gesichert? (Es sind keine Pass- oder Beschnittmarken angelegt, Bilder wurden nicht komprimiert und die Datei ist als PDF-X4 gespeichert)

  • Der schnellste Weg in unseren Shop.
  • Mit unseren Job-Options bist du immer auf der sicheren Seite, wenn du Programme der Firma Adobe nutzt.
  • Unsere automatische Daten-Eingangsprüfung spürt diverse Mängel und Fehler in deiner Datei auf. Darüber hinaus steht dir eine zusätzliche Profiprüfung zur Verfügung. Schau dir die Kriterien der jeweiligen Prüfung an.
  • Alles zum Handling der Layoutvorlagen für persönliche Motiv-Masken, erfährst du in unserem Blogbeitrag Deine eigene Maske – einfach selbst gestalten

Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Erstellung deiner Druckdaten!

Über Maike
Maike war viele Jahre als Gruppenleiterin im Bereich Grafik - Druckvorstufe tätig. Sie kennt sich bestens mit den Themen-Bereichen Datenprüfung, Druckdaten, Vektor- und Bildbearbeitung aus. Für den Blog textet sie, bearbeitet Bilder und Videos und optimiert die Beiträge SEO-gerecht.
0
Mag ich! 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.